Von Zahnmedizinern für Zahnmediziner

Studium der Zahnmedizin

Die zahnärztliche Ausbildung dauert mindestens zehn Semester oder anders ausgedrückt: 5000 Stunden und mit einer Dauer von fünf Jahren und sechs Monaten.

Das Studium ist in zwei Abschnitte unterteilt: Der Vorklinik sowie der Klinik. Zudem enthält das Studium die Ausbildung in erster Hilfe, einen Krankenpflegedienst von einem Monat, eine Famulatur von vier Wochen sowie die Zahnärztliche Prüfung. Diese ist in drei zahnärztliche Prüfungsabschnitte unterteilt, zwei Vorprüfungen sowie das abschließende Staatsexamen.

Vorklinik – Vorphysikum

Durch die Approbationsordnung sowie die Studienordnung der einzelnen Universitäten steht Dein Stundenplan schon fest. Dieser kann aber von Studienort zu Studienort variieren. Die erste Prüfung steht, je nach Universität, nach dem zweiten oder dritten Semester an. Diese beinhaltet die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Chemie und Physik. Es geht darum, alle Studierende auf einen gleichen Wissensstand zu bringen. Diese Prüfung findet mündlich statt. Für die Fächer Physik sowie Chemie ist sogar ein Praktikum vorgesehen, um in praktischen Übungen Zusammenhänge und Inhalte besser zu verstehen.

Biologie

Erste staatliche Prüfung - Vorphysikum

Biologie

u.a. Genetik – Ökologie – Zytologie – Bakteriologie – Mikrobiologie bzgl. Bakterien/Kleinpilze/Viren

Chemie

Erste staatliche Prüfung - Vorphysikum

Chemie

u.a. Salzlösungen – Aggregatzustände – Elementarteilchen – Atommodelle – Säuren&Basen

Physik

Erste staatliche Prüfung - Vorphysikum

Physik

u.a. Elektrizität – Radioaktivität – Mechanik – Röntgen – Schall – Thermodynamik

Vorklinik – Physikum

Der zweite Abschnitt der zahnärztlichen Prüfung, auch Physikum genannt, ist eine mündlich-praktische Prüfung, die in einer vorlesungsfreien Zeit von zwei Wochen stattfindet. Gewöhnlich findet das Physikum nach dem fünften Semester statt. Um am Physikum teilnehmen zu können, müssen alle vorherigen Pflichtveranstaltungen und Prüfungen erfolgreich gemeistert worden sein. Mündlich werden hier die Fächer Anatomie, Biochemie, Histologie, Physiologie und Zahnersatz- bzw. Werkstoffkunde abgefragt.
Auch Interessant: Nach erfolgreicher Absolvierung des Physikums können sich die Studierenden „cand. med. dent.“ nennen. Zuvor jedoch „stud. med. dent.“.

Anatomie

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Anatomie

u.a. Menschlicher Körper – Fehlfunktionen im Organismus – Kopf/Hals – Nerven/Arterien/Venen

Biochemie

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Biochemie

u.a. Stoffwechselvorgänge – Zellenaufbau – Krankheitserreger – Medikamente

Histologie

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Histologie

u.a. mikroskopische Arbeit – anatomische Mikrowelt – Zellen/Gewebe – Präparate

Physiologie

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Physiologie

u.a. Lehre von Körpervorgängen – Zellteilung – Blutkreislauf – Gehirnfunktion

Zahnersatzkunde/Werkstoffkunde

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Zahnersatzkunde/Werkstoffkunde

u.a. zahnärztliche Geräte – Kunststoffe/Metalle für Zahnersatz&Implantate

Vorklinik – Physikum: Technische Kurse

Insgesamt umfasst die Vorklinik knapp 2.000 Lehrstunden. Neben den mündlichen Prüfungen sieht das Physikum auch drei technische Kurse vor, die in der Vorklinik aufeinander aufbauen. Der Start des sogenannten Technisch-propädeutischen Kurses (TPK) kommt auf die Universität an, sollte aber in den ersten drei Semestern beginnen. Bei Deinen praktischen Arbeiten wirst Du von Assistenzzahnärztinnen bzw. -zahnärzten der Universität begleitet. Im Verlauf des Kurses wirst du Testate abgeben und am Ende zumeist eine Klausur schreiben. Nach dem TPK wird im Phantomkurs I praxisbezogener an Phantom-Patienten geübt. Beim mehrwöchigen Kurs behandelst Du also am Stuhl und wirst praktische Prüfungen, mündliche Zwischenprüfungen und eine Klausur bestehen müssen. Im Phantomkurs II werden die Fähigkeiten aus dem Phantomkurs I vertieft. Für das Physikum sind die erlernten Techniken und Erfahrungen der drei Kurse sehr relevant, denn Du musst mindestens vier Aufgaben verschiedenster Art aus der zahnärztlichen Tätigkeit innerhalb von einer Woche am Phantomkopf ablegen.

Technisch-Propädeutischer Kurs

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

TPK

u.a. erster Praktischer Kurs – Grundkenntnisse Zahntechnik- und medizin – Prothesen&Kronen – Gips&Wachs -Aufbau/Funktion Zähne&Gebiss

Phantomkurs I

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Phantomkurs I

u.a. Arbeit am Modellkopf in einer zahnärztlichen Einheit – Abformen eines Gebisses – Herstellen Provisorien/Brücken – Anfertigung Zahnersatz

Phantomkurs II

Zweite staatliche Prüfung - Physikum

Phantomkurs II

u.a. Total- & Teilprothesen anfertigen – Kronen/Brücken herstellen & einsetzen – Stiftbauten – Verblendungen

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